Manchmal schaue ich mir unseren Sohn und frage mich, wie er wohl als Erwachsener sein wird. Das fällt mir unheimlich schwer, schließlich ist er noch so klein, dass ich ihn mir kaum als Kindergartenkind vorstellen kann, geschweige denn als Erwachsener.

Ich hoffe, er wird glücklich sein und nicht wütend oder bitter, weil er mit zwei Müttern aufgewachsen ist. Ich hoffe, dass nicht irgendwann etwas passiert, das ihn zu etwas macht, was er eigentlich nicht ist. Ich hoffe, dass er immer alles haben wird, was er braucht und dass Dinge passieren, weil sie passieren sollen. Ich hoffe, dass er als Erwachsener ein Mensch sein wird, der mir sympathisch ist, unabhängig davon, dass er nun mal mein Sohn ist. Ich hoffe, dass er all das erreicht, was er erreichen will und bekommt, was gut für ihn ist. Ich hoffe, dass ich immer in ihm den wundervollen kleinen Jungen sehen werde, der er heute ist. Ich hoffe, dass seine Entscheidungen richtig sein werden, auch wenn ich sie nicht verstehen und den Kopf schütteln werde. Ich hoffe, dass er einen offenen Geist haben wird und niemanden verurteilt.

Kurzum: Ich hoffe, dass er sein Glück findet und dass das Leben immer gut zu ihm sein wird.