Seitdem es so warm und wunderbar sonnig ist, haben wir ein Problem mit trockener Haut bei Nick. Und zwar so richtig arg. So sehr, dass er auch ohne Sonnenmilch ganz weiß aussieht. Komischerweise ist es da am allerschlimmsten wo die Sonnencreme ist, also an Armen und Beinen. Wir benutzen im Moment diese Sonnenmilch mit LSF 50 für ihn und hatten letztes Jahr auch keine Probleme damit. Allerdings gab es - in meiner Erinnerung - letztes Jahr auch nicht wirklich viel Sonne, was bedeutet, dass wir jetzt schon mehr benutzt haben als im ganzen letzten Sommer.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Sonnenmilch schon so lange offen ist. Wie lange hält denn sowas? Auf der Flasche selbst steht nichts drauf.

Hat irgendjemand Tipps, welche Baby- bzw. Kindersonnencreme gut ist und nicht zu so trockener Haut führt? Und dazu noch so preiswert ist, dass wir keinen Kredit aufnehmen müssen, um sie zu erstehen?

Am Sonntag waren wir seit langem Mal wieder bei meiner Oma. Meine Oma ist mittlerweile 77, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ich mag sie gerne und gehe auch gerne zu ihr, wenn das allerdings auch ziemlich selten passiert wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Meine Oma ist eine “coole” Oma. Sie liest sehr viel und ist der Welt gegenüber aufgeschlossen, wenn sie auch nicht mehr immer ganz versteht.

Die Sache mit den Computern und dem Internet zum Beispiel. Sie kennt eBay, vom Namen her auf jeden Fall, versteht das grobe Konzept des Internets, aber sich selber damit auseinander setzten tut sie nicht. Muss sie auch nicht, obwohl ich mir sicher bin, dass sie viel Spaß damit hätte, wenn sie es beherrschen würde.

Sie erzählt gerne Geschichten, oftmals auch die gleiche Geschichte immer wieder, aber manchmal kommen auch Perlen zum Vorschein. Das passiert allerdings nur, wenn man alleine mit ihr ist und nicht im großen Familienkreis beisammen sitzt. Ich mag Geschichten von früher. Das ist eine ganz andere Welt als die in der ich lebe und groß geworden bin.

Und was ich am allerliebsten an ihr mag: Sie ist entspannt. Sie weiß, dass die Dinge sind, wie sie nun mal sind. Sie macht keine Vorwürfe. Sie versteht wie das Leben ist. Sie sagt, dass sie sich freut, wenn sie sich freut. Sie versteht, dass wir nicht jedes Wochenende kommen, weil das Wochenende die einzige Zeit ist, die ich wirklich von morgens bis abends mit meinen beiden Liebsten verbringen kann. Sie versteht, dass es wichtig für mich ist, dass ich Zeit mit meinem Sohn verbringe, da ich ihn unter der Woche höchstens eine Stunde am Tag sehe. Sie versteht, dass die Zeit für uns viel schneller vergeht, weil wir dieses und jenes machen und ein Monat vorbei geht, ohne dass wir das großartig merken.

Eigentlich weiß ich das alles, aber ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie klar sie die Dinge sieht. Ich fand das schon immer schön, dass sie und der dazugehörende Opa, der leider schon länger tot ist, ihr Leben einfach leben. Ohne Hektik und wenn sie morgens bis um 10 Uhr schlafen wollen, dann machen sie das. Wieso auch nicht? Sie haben die Zeit dazu und das Leben muss man genießen, so lange man es noch genießen kann.

Manchmal schaue ich mir unseren Sohn und frage mich, wie er wohl als Erwachsener sein wird. Das fällt mir unheimlich schwer, schließlich ist er noch so klein, dass ich ihn mir kaum als Kindergartenkind vorstellen kann, geschweige denn als Erwachsener.

Ich hoffe, er wird glücklich sein und nicht wütend oder bitter, weil er mit zwei Müttern aufgewachsen ist. Ich hoffe, dass nicht irgendwann etwas passiert, das ihn zu etwas macht, was er eigentlich nicht ist. Ich hoffe, dass er immer alles haben wird, was er braucht und dass Dinge passieren, weil sie passieren sollen. Ich hoffe, dass er als Erwachsener ein Mensch sein wird, der mir sympathisch ist, unabhängig davon, dass er nun mal mein Sohn ist. Ich hoffe, dass er all das erreicht, was er erreichen will und bekommt, was gut für ihn ist. Ich hoffe, dass ich immer in ihm den wundervollen kleinen Jungen sehen werde, der er heute ist. Ich hoffe, dass seine Entscheidungen richtig sein werden, auch wenn ich sie nicht verstehen und den Kopf schütteln werde. Ich hoffe, dass er einen offenen Geist haben wird und niemanden verurteilt.

Kurzum: Ich hoffe, dass er sein Glück findet und dass das Leben immer gut zu ihm sein wird.

Ich bin kein Fan vom Muttertag. War ich noch nie und werde ich wohl auch nie sein. Viel zu viel Gedönse um nichts. Geschenkezwang und ewige Dankbarkeit an einem Tag. Nee, ist überhaupt nicht mein Ding.

Ich dachte, dass sich das vielleicht ändert, wenn ich selbst mal Mutter bin, aber bisher habe ich davon noch nichts gemerkt. Muttertag ist für mich eher sowas. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass solch eine wunderbare Liebesbezeugung von irgendeinem Tag im Mai oder sonst einem Monat abhängt.

Darf ich meine Mama im Umkehrschluss dann nur am Muttertag lieben?

Die Idee ist schon schön, dass es einen Tag gibt, an dem man die Mütter ehrt. Bisher habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Muttersein keine einseitige Beziehung ist, sondern dass man immer, jeden Tag etwas zurück bekommt. Kleine Dinge, ein kleines Lächeln, ein Küßchen, eine Umarmung, ein Schrei nach der Mama, weil die Mama nun mal die einzige ist, die alles wieder in Ordnung bringen kann. Das ist für mich Muttertag und das passiert jeden Tag. Und bei uns sogar doppelt, weil wir zwei Mamas bzw. eine Mama und eine Mommy sind.

Wenn man dann selber älter und so langsam erwachsen wird, dann fängt man (also halt ich) sowieso erst an, wirklich zu verstehen, was man an der Mama (oder wohl eher an den Eltern) hat.

Als ich nach meinem Jahr in den USA zurückkam, war ich ziemlich verwirrt. Ich hatte mich in dem Jahr verändert, weiterentwickelt und stand beim Heimkommen genauso unter Kulturschock wie beim Weggehen. An einem Tag bin ich morgens mit meiner Mama mit dem Zug nach Freiburg gefahren. Sie war auf dem Weg zur Arbeit und was ich gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Der Zug war sehr voll und irgendwie stand ich dann zwei Meter und ungefähr zwanzig Personen von meiner Mama entfernt. Genauso mutterseelenallein, wie ich es in den USA am Anfang war, als alles doof war und man jemanden aus mir machen wollte, der ich nicht bin. Und dann hat sich irgendwo im vollgestopften Zugabteil jemand die Nase geputzt. Und da wußte ich, dass ich zuhause bin. Denn der jemand war meine Mama und mir war klar, dass mir nichts mehr passieren kann, denn zuhause habe ich immer jemanden, der auf mich aufpasst und mir hilft, wenn etwas schiefgeht, egal wie alt und erwachsen ich bin. Das ist für mich Muttertag.

In diesem Sinne: Alles Gute zum Muttertag, liebe Mama (und natürlich auch alle anderen Mamas da draußen auch)!

Es ist irgendwie immer merkwürdig, wenn wir so früh von Geburtstagsfesten gehen müssen. Irgendwie komme ich mir doof vor, weil alle anderen noch da sind, aber ich weiß auch, dass es sein muss. Es ist schwierig bis unmöglich Nick länger als bis 19:00 Uhr wach zu halten. Und vor allem ist es unnötig. Wenn es draußen aber noch so hell ist, dann merke ich überhaupt nicht, dass es schon so spät ist. Okay, 18:00 Uhr ist jetzt nicht wirklich spät aber das ist so die Zeit um die wir gehen müssen, damit das Abendritual noch in vernünftigem Rahmen ablaufen kann. Essen tut der junge Herr bei so Festen sowieso nicht, da gibt es nämlich viel zu viele interessante Dinge zu sehen und zu machen, dass so unnötige Sachen wie Nahrungsaufnahme absolut zu kurz kommen. Das heißt wir brauchen zuhause noch genug Zeit, um das Kind wieder runterzufahren, etwas zu essen, zu baden, Zähne zu putzen, den Herren einzucremen und den Schlafanzug anzuziehen. Das macht bei uns ein Minimum von 45 Minuten. Wenn wir damit zu spät anfangen, dann ist er so übermüdet, dass er die letzten paar Schritte einfach nur noch schreit und nicht mehr er selbst ist. Zudem schläft er dann den Rest der Nacht nicht mehr vernünftig, weil alles aus dem Lot ist und er einfach schon zu müde war. Da merkt man dann ganz deutlich, dass er wirklich noch nicht alt genug ist, um mal etwas länger aufzubleiben. Das ist nach wie vor mehr Qual für ihn und uns als alles andere. Schade eigentlich. Aber das gehört dazu, wenn man Kinder hat. Es geht nicht mehr nur um mich, das ging es nun wirklich lange genug, sondern darum, was für Nicholas am besten ist.

Ich weiß, dass das öfter mal auf Unverständnis stößt, aber ich möchte mein Kind so großziehen, dass er weiß, dass ich ihn ernst nehme und ihn respektiere. Ich möchte gerne ein zufriedenes Kind, das weiß, dass es wichtig ist und stolz auf sich sein kann. Er soll glücklich und zufrieden sein und dazu gehört für mich eben auch, dass es einen bestimmten Tagesablauf gibt, den er kennt und der in den Grundzügen immer gleich ist, egal wo wir sind oder was wir machen. Etwas worauf er sich verlassen kann und was Geborgenheit vermittelt. Bisher funktioniert das auch ganz wunderbar. Ich bin sehr stolz auf unser fröhliches und ausgeglichenes Kind, das nur ab und zu mal unausstehlich ist. Und wenn wir, um das aufrecht zu erhalten halt immer schon um 18:00 Uhr gehen müssen, dann soll das so sein. Da kann ich mit leben.

Morgen Abend wollen wir mit den Pfadfindern grillen und da wird es für mich und Nick dann auch schon um die Zeit nachhause gehen. Sarah bleibt dann alleine da, weil es schließlich ihre Idee war und somit ihre Party ist. Der kleine Junge meiner Freundin wird auch da sein. Der darf dann mit seinem Papa nachhause und die Mama bleibt noch da. Bin mal gespannt, ob die das auch so konsequent durchziehen wie wir. Ich glaube es ehrlich gesagt nicht, aber spätestens wenn ich gehe, wird er sich auch animiert fühlen das gleiche zu tun. Ich freue mich auf jeden Fall aufs Grillen, wenn es auch nur kurz sein wird.

  • Nun hat also die zweite Kandidatin abgesagt. Und die Suche kann nochmal von vorne anfangen. Wie nervtötend. Da hab ich irgendwie keinen Bock drauf. Aber brauchen tun wir halt jemanden. Also wieder zurück zum Anfang…
  • Sarah’s Schwester kommt uns besuchen. Ursprünglich war das für Ende Juli geplant. Da da die Tickets aber so unverschämt teuer sind, kommt sie früher. Und zwar die letzte Maiwoche. Das hat sich gestern so entschieden und nun fangen wir (oder besser Sarah) schon an, die Woche zu planen. Schließlich wollen wir nicht nur eine Woche lang auf dem Sofa sitzen.
  • Ich brauche dringend neue Sommerkleider. Und zwar bevorzugt keine Röcke und Kleider sondern sowas wie kurze Hosen oder halblang von mir aus und T-Shirts. In allem was ich sonst so habe, sehe ich nämlich leider aus wie eine Presswurst. Was hatte ich da letztes Jahr Glück, dass der Sommer nicht so warm war. Da bin ich gut mit meinen langen Hosen hingekommen.
  • Meine Haare müssten mal wieder geschnitten werden. Die sind unten ganz franzelig und kaputt. Wenn ich nur auch Lust hätte. Mich grämt das Geld immer so sehr. Selbst bei so Billig-Haar-Ab-Klitschen muss ich immer Langhaar-Zuschlag zahlen, da kann ich dann gleich zum normalen Frisör. Da bekomme ich dann wenigstens noch ne Kopfmassage oder sowas in der Art.
  • Wir haben ständig Nachbars und sonst noch welche Kinder auf unserer Terrasse. Das macht mich wahnsinnig. Die zwei Franzosenmädchen von nebenan bleiben wenigstens vor dem Tor stehen und fragen, ob sie mit dem Kleinen spielen können. Die 4-Jährige von oben rennt einfach so bei uns auf der Terrasse rum, wenn wir nach hause kommen. Mir ist ja schier die Kinnlade runtergefallen. Was soll das denn? Demnächst finde ich sie dann vermutlich noch in unserer Küche, weil es da auch so tolle Sachen gibt oder was? Die Freunde vom 8-Jährigen direkt nebenan, spielen Fangen und pflügen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. So zum Beispiel auch unsere Spielsachen auf unserer Terrasse und unser Gartentor sowieso. Ein Glück nur, dass Nicholas da gerade drinnen war. Die hätten den gnadenlos umgenietet.
  • Wir haben heute im Ed.eka eine Freundin von mir von früher getroffen. Das fand ich mal so richtig nett. Normalerweise erfüllt mich sowas immer mit Grauen, aber diesmal war’s okay. Sie wohnt mit Mann und Kind, das nur unwesentlich jünger ist als Nicholas, grad ums Eck. Manchmal gibt’s auch nette Begegnungen und nicht nur die horromäßigen, die kenne nich noch von früher und die war schon immer doof. Wie schön.
  • Ansonsten freue ich mich über das schöne Wetter, wenn es auch das Arbeiten im Eiskammer-Büro, da klimatisiert, noch viel schwerer macht. Kann ich mich nicht einfach mit dem Liegestuhl oben aufs Flachdach legen? Ich würde auch das Telefon und einen Laptop mitnehmen und so tun, als ob ich was arbeite. Vielleicht sollte ich das meinem Chef mal vorschlagen. Der würde vermutlich glatt mitkommen…

Es ist da. Das Schreiben vom Arbeitsamt. Das hat so ewig gedauert, weil die es nicht mit der normalen gelben Post geschickt haben, sondern mit so nem anderen Ding. Und die sind bekanntermaßen etwas sehr langsam. Aber gut, es ist da und wird morgen seinen Weg zum Finanzamt gehen. Jetzt hoffe ich dann nur noch, dass der Herr dort ein Einsehen hat und nicht noch fünf andere Schreiben von fünf anderen Behörden will.

Die Woche wird tatsächlich langsam aber sicher etwas besser. Mein Kuchen ist auch nur etwas mißglückt und wird hoffentlich trotzdem schmecken.

Die zweite Kandidatin für den Job wird sich (hoffentlich) morgen melden und hoffentlich auch etwas positives zu sagen haben. Aber schauen wir mal. Ich sehe die Sache mittlerweile etwas entspannter und werde trotzdem Urlaub nehmen. Schließlich ging das vorher als es jahrelang überhaupt nur eine Assistentin gab auch.